Bereits in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts übte man den Ausdauersport Stockgang oder Stocklauf aus. Erst Anfang der 90er Jahre wurde das Pole Walking in den USA in einer Fachzeitschrift wieder aufgegriffen. Aber es gab kein spezielles Walking-Equipment, so daß mangels Profit an dieser Sportart schon bald das Interesse wieder verebbte.
1997 endlich wurde ein Walking-Stock vom Erfinder dieser Sportart auf einer Messe vorgestellt. Seine Diplomarbeit fand großes Interesse bei einem Hersteller solchen Equipments, was zu einer reinen Nordic-Walking-Welle wurde.
In diesem Jahrtausend stiegen die Zahlen der Vereine, Dachverbände, Stockhersteller und natürlich tausender Nordic-Walking-Sportler rasant in die Höhe.
Nordic Walking soll die Knie- und Fußgelenke schonen, was jedoch durch eine Studie der Orthopädischen Rehabilitationsklinik von Bad Sassendorf widerlegen konnte. Eine Erleichterung des Walkens durch die Stöcke konnte weder für den Fußaufsatz noch für die Fußabdruckphase bestätigt werden. Ganz im Gegenteil wurden teilweise sogar höhere Belastungen gemessen. Weder Knie- noch Fußgelenke würden dadurch entlastet, so die Forscher. Auch ist Nordic Walking keine geeignete Sportart für Schulter-, Ellenbogen- und Knie-Gelenkprobleme.
Auch hier bestätigt sich wieder einmal das Prinzip, daß eine Sportart von einem dafür ausgebildeten Trainer gelehrt werden sollte, um gesundheitlichen Schaden zu vermeiden. Einmal richtig angelernt, kann man tolle Ergebnisse mit dieser Sportart erzielen. Die Stöcke geben Sicherheit und schützen vor Stürzen. Die Stöcke federn die Kräfte des Abstoßens ab, gestatten, daß Arme und Beine weit
Bei richtigem Stockeinsatz verbrauchen Sie beim Nordic Walking 400 kcal pro Stunde, beim einfachen "Walken" dagegen nur 280 kcal pro Stunde, ist also empfehlenswert für eine gewollte Gewichtsreduktion.
Nordic-Walking ist eine Sportart an der frischen Luft in grüner Lunge, ein Ausdauertraining mit gleichgesinnten Sportkollegen, was der sozialen Ausgeglichenheit dienlich ist, hat Spaß, keine Hand frei für Zigaretten und ist auch noch eine preiswerte Sportart, wenn das Equipment bereits vorhanden ist.
Aus präventologischer Sicht eine begrüßenswerte, sportliche Betätigung.