Kniegelenksverschleiß ist heute fast die Regel bei vielen älteren, aber auch bereits jüngeren Menschen. Dieser Verschleiß resultiert aber nicht aus "zu viel Bewegung" sondern ist eher die Folge von unregelmäßiger Bewegung. Nicht von der Hand zu weisen ist auch die Tatsache, daß die Menschen in unserem Zeitalter deutlich schwerer durch zu viel Nahrungsaufnahme sind, als noch vor 40 Jahren.
Die Empfehlungen für eine Entlastung der Kniegelenke sind Aufstehen durch Einsetzen der Armkraft, Abstützen des Körpergewichtes, wenn man in die Hocke muß, auf dem nicht schmerzenden Knie abstützen, wenn man aus der Hocke aufstehen muß.
Für eine gute Knieschulung sind folgende Regeln zu beachten:
regelmäßige Bewegung mit täglichem Training der Beinmuskulatur, Verringerung des Körpergewichts, keine schweren Lasten tragen, Vermeidung längeren Stehens, Schuhe tragen mit flachen Absätzen, auf weichen Sohlen laufen, um die Gelenke abfedern zu können, Vermeidung starker Kniebeugung, kniefreundliche Sportarten bevorzugen.
Es sollte unbenes Gelände sowie Steigungen vermieden werden, angeraten ist die Vermeidung von schlechter Rückfußführung. Die Sitzhöhe sollte der Unterschenkellänge angepaßt werden, Bodennahe Arbeiten sollten im Sitzen in vermehrter Streckhaltung der Kniegelenke verrichtet werden.
Konservative Therapiemöglichkeiten bei Kniegelenksverschleiß sind
krankengymnastische Trainingseinheiten
Bewegungsbäder mit ca. 32 oC warmem Wasser
Elektrotherapeutische Maßnahmen (Ultraschall, Interferenz)
Wärmeanwendung (Fango) bei chronischer Form
Eisanwendung in Form von Packungen oder Kühlgels bei akuten Beschwerden
Magnetfeldtherapie permanent, bipolar oder pulsierend
Gehen mit Entlastung (Handstock auf der gegenüberliegenden Seite)