Gekocht - gegrillt - tiefgefroren
Morgens Rührei, mittags ein warmes Menü und abends Grillfleisch im Garten ist für viele deutsche Bürger die ideale, gesunde Ernährung. Besser als jeder Fastfood-Ernährungsplan. Nun wird von der Wissenschaft vor dem übermäßigen Genuss von tiefgefrorenen, gekochten oder gegrillten Nahrungsmitteln gewarnt.
Wissenschaftler haben nun nachgewiesen, daß krankmachende Zuckeroxidationsprodukte oder auch Advanced Glycation Endproducts (AGE) bei Verzehr entsprechend zubereiteter Nahrung im Körper entstehen und auch in dieser Nahrung enthalten sind.
Helen Vlassara und ihre Kollegen von der Mount Sinai School of Medicine haben nachgewiesen, dass die verstärkte Aufnahme von Zuckerprodukten, die etwa in tiefgefrorenen, gekochten und gegrillten Speisen entstehen, zu entzündlichen Prozessen in den Blutgefäßen führen können. (The Journals of Gerontology Series A: Biological and Medical Sciences, Bd. 62, S. 427, 2007).
Der Körper kann den bei der Zubereitung der warmen Mahlzeit entstehenden Stoff AGE nicht ausreichend abbauen. AGE lagert sich im Gewebe an und kann entzündliche Prozesse auslösen, die zu vorzeitiger Alterung und auch zu Krankheiten führen können. Bemerkenswert ist, daß diese Zuckeroxidationsprodukte auch an der Entstehung von Alzheimer, Insulinresistenzen sowie mit Gefäß- und Nierenerkrankungen in Zusammenhang gebracht werden.
Gegrilltes Fleisch hat mit Abstand die Höchsten AGE-Werte. Obst und Gemüse weisen die niedrigsten Werte auf.
Je kürzer die Garzeiten, und je schonender die Zubereitung ist, um so niedriger der gebildete AGE-Gehalt.