Elektrolythaushalt - Mineralien - Ernährung - 20. Mai 2012
 
 

Elektrolythaushalt - Mineralien


Elektrolythaushalt > wichtigste im Körper vorkommende Mineralstoffe (Elektrolyte)
    Natrium
    Kalium
    Kalzium
    Magnesium
    Chlorid
    Phosphat

Wissen über Elektrolyte
    Natrium:
    Überschuß durch Wassermangel
    Kreislaufversagen droht
    Hypertone Drehydration durch häufig fehlendes Durstgefühl
    Hilfe durch viel Tee mit Zucker

Kalium:
    Mangel wie Überschuß führen zu Herzrythmusstörungen
    Mangel an Kalium  
    oft oder ständige Einnahme von Entwässerungs- bzw. Abführmitteln bzw. häufiges Erbrechen und Durchfall
    Muskelschwäche

Kalzium:
    Mangel an Kalzium (Hypokalzämie)
    Krämpfe
    Erweichung der Knochen
    Brüchigkeit der Knochen
Bei psychisch bedingtem, übermäßigem Atmen (Hyperventilation) wird durch Kohlendioxidausstoß die Löslichkeit des Kalziums im Blut verringert. In diesem Fall sollte in eine Plastiktüte geatmet werden.
Sinkt die Kalziumkonzentration im Blutserum unter einen bestimmten Wert, werden die Nebenschilddrüsen aktiv. Sie schütten das Parathormon (PTH) aus, das die Knochen zur Freisetzung von Kalzium sowie Phosphat bewegt.
Unter der Wirkung von Parathormon wird zudem weniger Kalzium mit dem Urin ausgeschieden und es sorgt dafür, dass im Darm genug Vitamin D (auch Vitamin-D-Hormon genannt D3) aus der Vorstufe dieses Vitamins gebildet wird, so dass Kalzium aus der Nahrung besser verwertet werden kann.
Der Gegenspieler des Parathormons ist das Kalzitonin (CT), das von den C-Zellen der Schilddrüse freigesetzt wird, wenn sich im Blut zu viel Kalzium befindet. Es sorgt dafür, dass Kalzium und Phosphat aus dem Blut in die Knochen eingebaut werden und steigert die Kalziumausscheidung mit dem Urin.

Magnesium > u.a. falsche Ernährung
    Mangel an Magnesium
    Herzrhythmusstörungen

Natrium
Reguliert den Wasserhaushalt des Körpers und ist zuständig für die Spannung des Gewebes. Wird zur Muskelreizbarkeit und -kontraktion benötigt.
Übelkeit und Muskelkrämpfe, Schwächezustände - in extremen Fällen bis zum Kreislaufkollaps.

Kalium
Kontrolliert den Flüssigkeitshaushalt und ist für die Funktionsfähigkeit der Muskeln und Nerven zuständig. Reguliert das Säure-Basen-Gleichgewicht und aktiviert verschiedene Enzyme.
Muskelschwäche, Abfallen des Blutdrucks, Appetitlosigkeit, Verstopfung und Störungen der Herztätigkeit.

Magnesium
Bedeutsam für den Ruhestoffwechsel des Organismus. Leitet die Nervenimpulse auf die Muskelzellen weiter und wirkt unterstützend auf viele Stoffwechselfunktionen. Bei der Energiegewinnung zuständig für die Aktivierung der Enzyme.
Kopfschmerzen, Schwindel, Herzrasen und Neigung zu Krämpfen. Darüber hinaus Konzentrations- und Kreislaufschwäche.

Calcium
Beteiligt am Aufbau von Knochen und Zähnen. Wichtig für die Blutgerinnung und Weiterleitung der Nervenimpulse auf die Muskelzellen.
Entzieht den Knochen Kalk und bewirkt Zahn-, Haar- und Nagelschäden. Außerdem Krampfzustände.

Chlorid
Regelt zusammen mit Natrium die Wasserbilanz. Ist Bestandteil der Magensäure und somit wichtig für die Verdauung.
Beeinträchtigung der Bildung von Magensäure, Durchfall und in extremen Fällen Wachstumsstörungen.

Sulfat
Ist als Baustein der Körpereiweiße mitverantwortlich für die Festigkeit von Haut, Haaren und Knorpelsubstanz. Wirkt unterstützend und regulierend auf die Funktion der Verdauungsorgane.
Verdauungsstörungen, Funktionsstörungen des Organsystems.

Hydrogencarbonat
Trägt durch seine basische Wirkung im Magen-Darm-Trakt dazu bei, überschüssige Säure zu neutralisieren und den Säurewert des Blutes im Normalbereich zu halten.
Eine Übersäuerung des Organismus und daraus folgend Störungen des Stoffwechselhaushaltes.