Natursalz und Wasser sind die elementaren Bausteine eines jeden Organismus.
Ein ausgeglichener Salz-Wasserhaushalt ist daher die wichtigste Grundlage, damit die vielfältigen Lebens- und Stoffwechselprozesse innerhalb und außerhalb der Millionen Körperzellen in unserem Organismus optimal ablaufen können, d.h. ob wir Denken, Fühlen, Atmen, Laufen oder mit unserem Herzschlag Blut durch die Adern pumpen, diese beiden Stoffe sind daran beteiligt.
Wissenschaftlich erwiesen geht streng genommen jegliches vor Jahrmillionen entstandene Leben auf unserer Erde auf das Salzwasser der Urmeere zurück.
Das Salz der Ursuppe liegt in seiner natürlichen Form (Natursalz) vor, d.h. die 92 Elemente des Periodensystems, mit Ausnahme der Edelgase, sind im Natur- oder Kristallsalz nachweisbar.
Das Natursalz enthält also sämtliche Mineralien und Spurenelemente, die der Organismus für seinen Stoffwechsel braucht.
Das Blut und die Lymphe ist eine dem Urmeer identische Sole und weist das gleiche Konzentrationsverhältnis (0,9%ige isotonische Lösung) auf, wie zu der Zeit, als das Leben das Urmeer verließ.
Der Begriff Salz bedeutet streng genommen nur, dass eine Substanz in festem Zustand in Kristallform vorliegt und in wässriger Lösung in elektrisch geladene Teilchen, die Ionen, zerfällt, das Produkt ist die Sole. Beim Kochsalz, auch Natriumchlorid, zerfallen die Kristalle in die positiv geladenen Natriumionen und die negativ geladenen Chloridionen. In dieser ionisierten Form lieg das Salz in den Körperflüssigkeiten vor, und muss deshalb nicht wie Kohlenhydrate, Proteine oder Fette vom Körper verstoffwechselt werden.
Mineralien und Spurenelemente liegen im Wasser ebenfalls in ionisierter Form vor und können so in die Gitterstruktur des Salzkristalls eingebaut werden. So gelangen sie auch in die Zellen und sind dem Stoffwechsel zugänglich. Beim Steinsalz sind die Elemente entsprechend der Ganzheitlichkeit der Urmeere vorhanden, sie liegen aber als Moleküle eingelagert in den Zwischenräumen der Kristallgitter vor, können so aber nicht in die Zellen aufgenommen werden.
Natursalz wird bei entsprechendem Klima an Meeresküsten (Meersalz/Natursalz) durch Austrocknung kristallisiert oder in Binnenländern in Bergwerken abgebaut.
Das Salz, das in der Küche verwendet wird, ist jedoch durch komplexe chemische Verfahren „gereinigt“, und besteht nur noch für den Körper aus dem minderwertigen Natriumchlorid (NaCl).
Das Natursalz wurde also seiner für den Organismus so wichtigen Mineralien und Spurenelemente beraubt, und um es schön weiß zu machen und die Streufähigkeit zu verbessern, auch mit Konservierungsstoffen und anderen chemischen Zusätzen behandelt.
Grund hierfür ist das etwa 95% der Weltsalzproduktion für industrielle Zwecke (Kunststoffindustrie) genutzt wird, dort braucht man reinstes Natriumchlorid; die restlichen 5 % geht als Konservierungsmittel an die Lebensmittelindustrie und als Speisesalz in unsere Küchen.
Das Natursalz mit all seinen Elementen ist es aber, was unser Organismus braucht, um perfekt funktionieren zu können, denn Salz kann vom Körper, wie z.B. Vitamine, nicht selbst gebildet werden, es muss mit der Nahrung aufgenommen werden.
Der Körper eines Erwachsenen hat einen Salzgehalt von 150g -300g, etwa 5-6g braucht der Körper, um die Verluste des Tages, durch Schwitzen und Ausscheidungen (Harn), wieder auszugleichen.
Mit der Nahrung nehmen wir täglich durchschnittlich zwischen 12-20g reines Natriumchlorid zu uns, also ein vielfaches mehr als es der Mindestbedarf erfordert. Dies liegt an dem hohen Salzgehalt in Fertiggerichten (Fertigpizza ca. 3g) oder Käse, Brot, Wurst- und Fleischwaren (100g Wurst bis zu 6g) zur Konservierung.
Ein Wasser- oder Salzüberschuss muss also genau wie ein Wasser- oder Salzmangel schnell wieder ausgeglichen werden, damit der Stoffwechsel optimal ablaufen kann.
Dieser ausgeglichene Salz-Wasserhaushalt wird durch Osmose durch eine „semipermeable“ Membran aufrechterhalten. Die Flüssigkeit verteilt sich im Körper auf den Intrazellularraum, das Innere der Körperzellen, und den Extrazellularraum, der Zellzwischenraum, zu dem auch Blut und Lymphe gehören.
Beide Räume haben unterschiedliche Aufgaben, als Grundlage jedoch das wässrige Milieu, dessen Zusammensetzung über den Salzgehalt gesteuert wird. Der Salzgehalt ist in beiden Räumen nicht gleich. Im Inneren der Zellen laufen Stoffwechselprozesse ab, es werden Eiweiße, Enzyme etc. gebildet, Salz wird benötigt, um das wässrige Milieu, in das die Strukturen in den Zellen eingebettet sind, zu erhalten. Die Konzentration ist daher gering. Natrium und Chlorid dienen außerdem als Signalstoff zur Reizweiter-leitung in Muskelfasern und Nervenzellen.
Der Extrazellularraum weist mit einer 0,9%ige Salzlösung einen viel höheren Gehalt an Salz auf als das Zellinnere und ist für den Stoffaustausch mit der Zelle zuständig. Es werden der Zelle Nährstoffe zugeleitet und Abbauprodukte von den Zellen abgegeben und abtransportiert. Daher wird auch klar, dass in der Medizin 0,9%ige Kochsalzlösung als Plasmaexpander oder Trägerlösung für Infusionen oder Injektionen genutzt wird, da sie den Eigenschaften der Extrazellularflüssigkeit entsprechen.
Durch eine salzreiche Ernährung, ist die Salzkonzentration im Organismus (Blut), also außerhalb der Zellen, sehr hoch. Es besteht daher die Gefahr, dass zu viel Wasser aus den Zellen austritt, wodurch diese austrocknen und schließlich kollabieren.
Dies wird aber durch ein Regulationssystem, das unabhängig von der aufgenommenen Salz- und Flüssigkeitsmenge den Salz-/ Wasserhaushalt konstant hält, verhindert. Sie gleichen in kürzester Zeit ein Ungleichgewicht, einen Salz-/ Wassermangel sowie einen Überschuss des Einen oder Anderen, aus.
Die Nieren sind in der Lage ca. 7g Salz pro Tag über den Urin auszuscheiden. Da wir aber täglich mehr als doppelt so viel davon aufnehmen, sind die Ausscheidungsorgane ständig überfordert. Das überschüssige Natriumchlorid, was nicht ausgeschieden werden kann, wird durch Hydration neutralisiert.
Bei diesem Vorgang wird das Salz mit Wassermolekülen aus dem Zellplasma ummantelt und damit unschädlich gemacht. Dieser Komplex wird in bestimmte Körperregionen, z.B. Extremitäten, ausgelagert, es entstehen Ödeme. Die Leistungskapazität ist jedoch begrenzt, die oben genannte Austrocknung droht.
Um dem vorzubeugen, wird das nicht entsorgbare Natriumchlorid kristallisiert und an z.B. Cholesterin gebunden, diese Moleküle können sich zu Nieren- oder Gallensteinen verbinden oder sich in Gelenken und Gefäßen anlagern, was zur Verkalkung führt.
Krankheiten wie Gelenkverschleiß oder Bluthochdruck und Arteriosklerose sind die Folge.
Man sollte also möglichst Natursalz (Reformhaus) zum Kochen verwenden, 1-2 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen und den Verzehr von Lebensmitteln, die mit Speisesalz zubereitet wurden, gering halten.
Mit freundlicher Erlaubnis:
Quelle: Biologin Andrea Krause, Remscheid